Deutscher Gewerkschaftsbund

Kassel: Ausstellung: Vergessene Geschichte - Berufsverbote - Politische Verfolgung

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Eröffnung: Mittwoch, 1.3.2017 um 18.00 Uhr

● Mit Redebeiträgen von Jochen Nagel (Landesvorsitzender GEW-Hessen) und Silvia
  Gingold (vom Berufsverbot Betroffene), sowie Grußworten von Michael Rudolph
  (Vorsitzender des Regionalverbandes Nordhessen des DGB), Bernd Rothauge
  (Kreisvorsitzender GEW-Kassel) und Hajo Schuy (Mitglied des Magistrats der Stadt
  Kassel)
● Führung durch die Ausstellung (durch das Autoren-Team, Hannover)
● Kulturbeitrag: Kurt Sogel

Ausstellung

Foto: Bündnis "Berufsverbote Hessen"

Fortbildung: Donnerstag, 9.3.2017, 17 – 19 Uhr,
im GEW-Büro, Friedrich-Engels-Str. 26, Kassel
„Vergessene Geschichte – Berufsverbote“ (bes. für Lehrkräfte Sekundarstufe II)
Es sollen Vorschläge vorgestellt und diskutiert werden, wie das Thema im Unterricht
behandelt werden kann.
Ltg. Karl Bachsleitner (ehem. Fachleiter am Studienseminar für Gymnasien in Kassel)


Ausstellungsführung: Montag, 13.3.2017, 17 – 19 Uhr,
im Foyer des DGB-Hauses, Spohrstr. 6-8, Kassel
Mitglieder des Autorinnen- und Autorenteams (Hannover) führen durch die von ihnen
entwickelte Ausstellung
(bes. für Lehrkräfte geeignet)


Besuche der Ausstellung für Schulklassen (auf Anfrage)
Dabei werden Gesprächsmöglichkeiten mit vom Berufsverbot Betroffenen angeboten.
(Anmeldung für die genannten Veranstaltungen über www.lea-bildung.de, bzw. für die Besuche mit Schulklassen über w.arte@gmx.de)


 

Vor 45 Jahren beschlossen die Ministerpräsidenten der Bundesländer unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Willy Brandt am 28. Januar 1972 den sogenannten Radikalenerlass. Mehr als
3,5 Millionen Menschen wurden der Regelanfrage beim ‚Verfassungsschutz‘ unterzogen, viele, fast ausschließlich aus dem linken Spektrum, erhielten Berufsverbote und wurden in der Folge aus dem Öffentlichen Dienst entfernt bzw. ihre Bewerbungen wurden abgelehnt. Willy Brandt nannte Jahre später den Radikalenerlass einen „Irrtum“.
Noch immer gibt er Anlass, darüber nachzudenken, wieweit Bespitzelungen und Berufsverbote Einschüchterung und Duckmäusertum zur Folge hatten und wie diese auf die nachfolgenden Generationen und ihr politisches Engagement bis heute wirken.


 

Ausstellung: Vergessene Geschichte -
Berufsverbote - Politische Verfolgung
1. bis 21. März 2017 im DGB-Haus, Spohrstr. 6-8, Kassel

Die Wanderausstellung des „Bündnisses Berufsverbote Hessen“ nimmt den 28. Januar 2017,
den 45. Jahrestag des Radikalenerlasses zum Anlass, um u.a. mit dieser Ausstellung an
verschiedenen Orten in Hessen seine Folgen erfahrbar und einer politischen Aufarbeitung in
zugänglich zu machen. Sie zeigt auf 18 Stelltafeln die Geschichte der Berufsverbote in
Deutschland vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und bietet einen umfassenden Blick
auf Fragen politischer Verfolgung und Repression.
Dem „Bündnis Berufsverbote Hessen“ gehören an:
von Berufsverboten Betroffene, Gewerkschaften wie die IG Metall Bezirk Mitte, der ver.di
Landesbezirk Hessen und der GEW Landesverband Hessen sowie Organisationen wie die
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
Hessen.
Weitere Informationen unter www.berufsverbote-hessen.de


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