Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 126 - 30.05.2017

Rente muss reichen!

Nordhessische DGB-Kreisverbände beteiligen sich am bundesweiten Aktionstag zur Rentenkampagne

An den Bahnhöfen bzw. in den Innenstädten in Bebra, Hessische Lichtenau, Kassel, Korbach, Melsungen und Treysa haben Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für die Vorschläge des DGB für eine starke gesetzliche Rente geworben. Mit dem bundesweiten Aktionstag am 31. Mai erreichte die DGB-Kampagne „Rente muss reichen“ ihren nächsten Höhepunkt. An über 270 Orten in ganz Deutschland haben Gewerkschafter Pendlerinnen und Pendler angesprochen und Kampagnenmaterial verteilt, welches die Menschen auf ihrem Weg von und zur Arbeit aufmunterte.

 

Rente

Foto: DGB

DGB-Regionsgeschäftsführer Michael Rudolph sagte: „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, auf die man sich verlassen kann. Im Wahljahr haben wir alle gemeinsam die Chance, mit unserer Stimme viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen.“

 

Das muss man zur gesetzlichen Rente wissen:

Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt.

Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent. Mehr Informationen unter www.rente-muss-reichen.de


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